MINT - Unterricht  mit  Arduino und anderen

Wenn man der Professorin und  Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost, Glauben schenkt, gehören neben neuen Formen des digitalen Recherchierens und der Mediengestaltung auch das Programmieren zum Rüstzeug, das Grundschulkindern vermittelt werden sollte. 

Das Thema Medienerziehung ist im Grundschullehrplan SH fest verankert und folglich auch Teil des Unterrichts – und das nicht nur an Schulen, die sich 2015 am Modellschul-Projekt „Lernen mit digitalen Medien“ beteiligt haben. So werden in aller Regel schon Erstklässler im Umgang mit Computern geschult und spätestens in Klassenstufe 4 verfügen die Lernenden über einschlägige Hardware-Kenntnisse, wissen was ein Betriebssystem ist, können mit Bild- und Textverarbeitungen umgehen, recherchieren im Internet und sprechen über Gefahren, die dort lauern.

Nur mit dem Programmieren hapert es noch.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie dieses Manko behoben werden kann. Während Gesche Joost den eigens für diesen Zweck entwickelten Mikrocontroller "Calliope mini" favorisiert, halten andere multimediale Programmierumgebungen wie das seit vielen Jahren bewährte "Scratch" für ebenso gut, wenn nicht besser geeignet ist. Mit diesem Programm können auf einfache Weise Spiele, Animationen und interaktive Präsentationen programmiert und simuliert werden. Mikrocontroller, Sensoren und Aktoren wie beim "Calliope mini" sind dort nicht vorgesehen.

Der Verzicht auf einen Mikrocontroller könnte sich nur dann als Nachteil erweisen, wenn beispielsweise lenkbare Fahrzeuge, Robotarme oder auch die Pumpe einer Bewässerungsanlage gesteuert werden sollen. 

Ob in diesem oder einem ähnlichen Fall der "Calliope mini" das Werkzeug der Wahl sein sollte oder die Aufgaben besser mit etablierten Mikrocomputern wie dem "Raspberry Pi" oder einem "Arduino-Mikrocontroller" bewerkstelligt werden sollte, steht noch in Frage.

 

Mehr zum Thema